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6 Mythen über Ballettbekleidung

In diesem Artikel möchte ich mit den Lesern über einige Mythen im Zusammenhang mit Ballettkleidung sprechen, mit denen fast alle Eltern konfrontiert sind, deren Kind mit dem Balletttraining beginnen wird. Aus diesem Grund möchte ich auch Empfehlungen geben, wie man Missverständnisse vermeiden und die richtige Wahl beim Kauf von Ballettkleidung treffen kann. Zunächst einmal ein paar Worte zu meiner Person und den Informationsquellen, die mich in diesem Artikel leiten werden. Ich werde diesen Artikel auf meine persönliche Erfahrung als Ballettschulleiter und auf den Rat einiger professioneller Lehrer und führenden Balletttänzer*innen stützen, mit denen ich fast 5 Jahre lang in einer der berühmtesten Ballettschulen in Wien gearbeitet habe.

Mythos 1: Sie müssen zu Ihrer ersten Ballettstunde mit Balletttrikot und Ballettschuhen kommen. Mit anderen Worten: in voller Ausrüstung. Nein. Und nochmals nein. Übrigens gilt dies insbesondere für kleine Kindern. Viele Kinder haben keine Ahnung vom Balletttraining und wenn Sie nicht gleich nach der ersten Probestunde Ballettkleidung verkaufen wollen (in diesem Fall kann Willhaben sehr hilfreich sein), dann wäre mein Rat - kaufen Sie keine Ballettstrumpfhosen und Ballettschuhe vor der ersten Probestunde. Eine Strumpfhose oder Leggings und ein T-Shirt sind völlig ausreichend. Wenn Ihr Kind nach der ersten Stunde glücklich ist, bestellen Sie ruhig die Ballettkleidung und Ballettschuhe. Anhand persönlicher Statistiken kann ich sagen, dass etwa 15 % der Kinder im Alter von 4-8 Jahren nicht mehr in die zweite Unterrichtsstunde gehen wollen (natürlich spielen auch subjektive Faktoren eine Rolle, aber wir sprechen hier nicht von Ursache-Wirkungs-Beziehungen).

Mythos 2: Ballettschuhe aus Leder sind besser als aus Baumwolle. Langlebigkeit ist möglich. Aber jetzt werden wir über die Praktikabilität sprechen. Leder dehnt sich praktisch nicht, und Baumwollmaterialien können sich gut genug dehnen, was besonders praktisch für kleine Kinder ist, deren Füße etwas langsamer wachsen als Pilze nach dem Regen (aktuell geht der Trend zum Baumwoll-Stretch-Modell von Ballettschuhen). In Textil-Ballettschuhen können die Füße Ihres Kindes viel besser atmen, was den Komfort während des Unterrichts und die Freude an der Stunde erhöht. Weiter sollte nicht vergessen werden, dass Textil-Ballettschuhe billiger sind und keine tierischen Stoffe verwendet werden. Und natürlich steht die Qualität den Ballettschuhen aus Leder nicht nach - schauen Sie sich die Profile von professionellen Balletttänzern an - sie benutzen beim Balletttraining Textil-Ballettschuhe.

Mythos 3: Normale Strumpfhosen passen für das Balletttraining. Nein. Ballettstrumpfhosen bestehen aus festeren Materialien, sind auf Haltbarkeit und Dehnung ausgelegt, sind widerstandsfähig gegen Verknotungen und haben zudem eine wärmende Wirkung. In letzter Zeit produzieren viele Supermärkte und Kinderbekleidungsmarken auch Strumpfhosen, die zum Tanzen gedacht sind. Wir raten nach wie vor dazu, sich an einen hochspezialisierten Hersteller von Ballettkleidung zu wenden, dessen enges Profil und Fokus die Produktion von professioneller Kleidung für den Tanz ist und diesen Faktor beim Kauf von Ballettstrumpfhosen zu berücksichtigen.

Mythos 4: Synthetische Materialien sind schädlich für die Haut. Nicht alle. Viele Kunststoffe sind völlig sicher und gesundheitlich unbedenklich. So werden für die Ballettbekleidung der Marke Grishko nur zertifizierte Materialien verwendet, die dem internationalen Standard OEKOTEX 100 entsprechen. Wenn Sie also ein Ballett-Trikot für Ihr Kind kaufen wollen - seien Sie sicher, dass es für Ihr Kind sicher ist. In unserem Online-Shop finden Sie ausschließlich hochwertige Ballettbekleidung, die hohen Qualitätsansprüchen gerecht wird.

Mythos 5: Gymnastikschuhe mit Gummisohle sind auch für Ballett geeignet. Nein, diese Schuhe sind nicht für den Ballettunterricht geeignet. Die Verletzungsgefahr für das Kniegelenk ist deutlich höher. Ich werde erklären, warum. Ballettsäle (insbesondere in professionellen Ballettschulen) sind mit einem speziellen Bodenbelag in Form von Ballettlinoleum (oder Bühnenlinoleum) ausgestattet. Dieses Material hat spezielle physikalische und mechanische Eigenschaften, die den Besonderheiten des Einsatzes in Bühnenräumen und Ballettstudios entsprechen. Wenn die Gummisohle mit dieser Beschichtung in Kontakt kommt, ist die Reibung und der Widerstand der Materialien sehr hoch, was ein Rutschen praktisch ausschließt. Was sind die Risiken? Bei der Ausführung von Rotationen, wenn die oberen Extremitäten in der Anfangsphase der Rotation sind (z.B. Pirouette, die mit Armbewegungen beginnt), schließen die unteren Gliedmaßen, d.h. die Füße, und wenn sie nicht genug rotieren, kann das Knie verletzt (oder zumindest verstaucht) werden. Spezielle Ballettschuhe mit Ledersohle (oder Lederersatz) sind auf diese Faktoren abgestimmt und eignen sich nicht nur für Ballett-Linoleum, sondern auch für andere Bodenbeläge.

Schließlich Mythos 6: Kleidung mit Sauna-Effekt wärmt besser. Nicht ganz so. Die Idee hinter der Aufwärmkleidung ist es, Ihre Körpertemperatur für eine lange Zeit zu halten (bei minimaler Bewegung), was bei Proben oder zwischen Auftritten auf der Bühne sehr praktisch ist. Das Risiko von Verstauchungen oder Muskelrissen wird minimiert, wenn die Muskeln ausreichend aufgewärmt sind. Als allgemein anerkanntes korrektes Aufwärmen gilt ein hohes Maß an Bewegung, um eine optimale "intramuskuläre" Temperatur zu erreichen, ohne die Verwendung jeglicher stimulierender oder beschleunigender Kleidung (mit Ausnahme von Strickwaren oder lange Stricksocken). Kurz gesagt: Wenn Sie Kleidung mit Saunawirkung zum Aufwärmen verwenden, haben Sie das Gefühl, dass die optimale Körpertemperatur viel früher erreicht wird, aber das ist ein eingebildetes Gefühl. Folglich führen Sie die Arbeit in voller Dynamik und Bewegungen in voller Amplitude aus, ohne sich ausreichend aufzuwärmen, wodurch die Gefahr von Bänderüberdehnungen oder Muskelrissen besteht. In unserem Katalog finden Sie Schuhe und Ballettbekleidung mit Sauna-Effekt und jetzt wissen Sie, wie man sie richtig anwendet.


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